1️⃣ Der Coworking Space »Fleet 7« in Kiel in Schleswig-Holstein, einer von drei Coworking Spaces der Madsack-Mediengruppe (die anderen beiden sind die »Basislager« in Leipzig und Rostock), hat zusammen mit der Werner-Petersen-Stiftung ein Gründungsstipendium für Studierende entwickelt. Die Stipendiat:innen bekommen für sechs Monate einen Arbeitsplatz im Coworking Space, sowie ein Startbudget in Höhe von 1.000 Euro und Beratung durch ein Mentor:innennetzwerk. Auch die Fachhochschule Kiel ist in das Programm eingebunden, berichten die Kieler Nachrichten [Quelle: Kieler Nachrichten – Kieler Zeitung vom 23.02.2021, S. 25, aufgerufen via VÖBB].


2️⃣ Die Neue Presse stellt das »Nordhalben Village« in Nordhalben in Bayern vor, aber vor allem dessen Gründerin Halgard Stolte. Sie hat mitten im Frankenwald einen Coworking Space für die ländliche Region und ein Coliving-Angebot für mobil arbeitende Reisende aus der ganzen Welt geschaffen. Die Gemeinde und die lokale Wirtschaftsförderung unterstützten das Projekt, so dass das historische Schulgebäude umfangreich renoviert werden konnte. Auf insgesamt rund 800 m² gibt es nun u.a. fünf Teamräume à 60 m² und acht Apartments à 30 m², sowie Gemeinschaftsflächen [Quelle: Neue Presse – Ausgabe Coburg, 23.02.2021, S. 11, aufgerufen via VÖBB].


3️⃣ Im Unternehmensmagazins diskurs der Weberbank ist ein Artikel über die »betahaus«-Mitgründerin Madeleine Gummer von Mohl erschienen, in dem die Coworking-Pionierin kurze Einblicke in die Gründungsgeschichte und die aktuellen Herausforderungen des Coworking Spaces gewährt. Neben dem eigentlichen Betrieb ihrer zwei Standorte in Berlin, möchten die Gründer:innen ihr Wissen über flexible Arbeitsplätze für ein neues Beratungsangebot nutzen, das sich vor allem an Unternehmen richtet. Deren Firmenzentralen müssen sich ändern, zu Orten für ein kollaboratives Miteinander werden und dafür ist die Expertise aus über 12 Jahren betahaus natürlich genau richtig.


4️⃣ Ein guter Historiker findet Vorläufer für alles. Aber ein besserer Historiker weiß, wann es sich bei diesen Vorläufern um bloße Kuriositäten handelt. So verhält es sich auch mit dem Teledorf-Projekt der Gemeinde Retzstadt in Bayern. Was der früherer Retzstadter Bürgermeister Reinhold Möller damals entwickelte, war zu dieser Zeit sehr visionär und ist unter dem Aspekt Telearbeit sicher mit den heutigen Coworking Spaces in einer gewissen Form verwandt. Die Motivation und Philosophie dahinter sind aber grundlegend anders und damit das Projekt in meinen Augen nur eine interessante Kuriosität in der Geschichte der mobilen Arbeit [Quelle: Main-Post vom 23.02.2021, S. 21, aufgerufen via VÖBB].

Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.